für Blinde und Sehbehinderte in Südafrika
Zehn Jahre Ikamva Labantu Deutschland e.V.
Ja, es ist tatsächlich schon zehn Jahre her, dass der Verein Ikamva Labantu Deutschland e.V. gegründet wurde. Das war am 4. September 1999.
So fing alles an
Cäcilia Dullin machte 1998 in Kapstadt die Bekanntschaft von Helen Lieberman, einer Frau, die sich schon seit vielen Jahren um die farbige Bevölkerung in den Townships (oben ein Bild eines Townships in Kapstadt) kümmerte und die nach Ende des Apartheidregimes 1992 die Organisation Ikamva Labantu Kapstadt gründete.
Cäcilia Dullin wurde von ihr durch die Townships rund um Kapstadt geführt. Nach dieser „Sightseeing-Tour“ stand für sie fest: Hier muss ich helfen. Sie lernte auch Avril Hoepner kennen, eine sehbehinderte Sozialarbeiterin bei WEBA (Western Cape Blind Association), die mit wenig, mit ganz wenig Mitteln versuchte, blinden und sehbehinderten Menschen in den Townships etwas Lebensqualität zu verschaffen.
Töpferarbeiten, Textilmalerei, Strickarbeiten – Kleinigkeiten nur, die über Spenden ermöglicht wurden, die dann verkauft werden konnten. Jeder selbstverdiente Cent stärkte das Selbstwertgefühl der blinden und Not leidenden Menschen, die dadurch das Gefühl bekamen, nützliches Mitglied der Gesellschaft zu sein – und sie hatten miteinander sehr viel Spaß und Freude. Auch das war wichtig.
Mut und Kreativität
"Gründet einen Verein!"
Um richtig helfen zu können, mussten Spenden gesammelt werden. Claudia Posche, Pfarrerin der Ev. Domgemeinde Altenberg, hatte die richtige Idee: „Gründet einen Verein, nur so kann Hilfe dauerhaft und rechtlich gesichert werden!“ Es dauerte etwas, bis alle bürokratischen Hürden genommen waren. Als erstes beschloss der Verein dann, die Hilfe nicht großflächig zu streuen, sondern ganz gezielt WEBA und die Hilfe für Blinde und Sehbehinderte zu unterstützen.
Erfolge stellen sich ein
Im Jahre 2001 hatten die ersten sechs Therapeuten die zweijährige Basis-Schulung mit einer Abschlussprüfung absolviert. Praxisräume wurden angemietet und das Team konnte mit der Arbeit beginnen. Am Ende dieses Jahres werden insgesamt 30 – 35 Personen ihre Ausbildung abgeschlossen haben und mit ihrer Hände Arbeit - im wahrsten Sinne des Wortes - ihr eigenes Geld verdienen. Hilfe zur Selbsthilfe, wie sie nicht besser sein könnte. Einige der Therapeuten haben sich in der freien Wirtschaft selbstständig gemacht, andere haben eine Anstellung in entsprechenden Praxen gefunden. Das „Light & Healing-Center“ – wie jetzt der Name des Gesundheitszentrums lautet – bietet Massagen, Aromatherapie, Fußreflexzonen-Massage für jedermann an. Die Termine sind ausgebucht. Ein „Außendienst-Team“ geht auf Anforderung von Unternehmen in die Firmen, um dort die Angestellten zu massieren.
Auch hier wurde und wird geholfen
So ganz „nebenbei“ wurden im Laufe der Jahre auch noch andere Dinge finanziert. Im Folgenden sind einige Beispiele aufgeführt:
► Zwei junge Schwarze konnten Jura studieren und ihr Examen machen.
► Ein 18-sitziges Transportfahrzeug wurde mit Hilfe des Deutschen Bundesministeriums für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit angeschafft. Die Massage-Schüler/-innen müssen schließlich aus ihren Townships in das Schulungszentrum gelangen.
► Mit dem Gesundheitszentrum konnten weitere Arbeitsplätze geschaffen werden: für die Praxisorganisation, für Reinigungskräfte, für Verwaltung und Buchhaltung, für die Schulung.
Inzwischen unterstützt Ikamva Labantu Deutschland e.V. noch die folgenden Projekte, die von --> Pastor John Philmon betreut werden (Näheres dazu können Sie --> hier nachlesen):
Projekte von Pastor John Philmon
- Obdachlose Jugendliche sollen von der Straße geholt und es soll ihnen zu einer Ausbildung verholfen werden.
- Ein Kindergarten soll aufgebaut werden.
Eine Erfolgsgeschichte
Ikamva Labantu Deutschland e.V. ist eine Erfolgsgeschichte – und das alles wurde erreicht durch Spenden. Ein herzlicher Dank geht an alle Spenderinnen und Spender.
Wenn auch Sie helfen wollen, dann können Sie es durch Mitgliedschaft im Verein tun oder durch Spenden. Jeder kann Mitglied von "IKAMVA LABANTU Deutschland e.V." werden. Der Verein ist als mildtätig anerkannt und steuerbefreit. Der Aufnahmeantrag ist unter Angabe von Namens, Alter und der Adresse schriftlich einzureichen. Der jährliche Beitrag beträgt 26,00 EUR. Spendenbescheinigungen werden selbstverständlich ausgestellt.
Ihre finanzielle Hilfe wird weiterhin dringend gebraucht, um Hilfe zur Selbsthilfe geben zu können.
Spenden
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Bilder aus der Arbeit von WEBA
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Weitergehende Informationen
- Helen Lieberman
- Avril Hoepner
- Cäcilia Dullin
- Pastor John Philmon
- WEBA (Western Cape Blind Association)
- Näheres zu Ikamva Labantu Deutschland e.V.












